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Was Sie rund ums Whistelblowing wissen sollten

Was ist Whistleblowing? – Definition 

Der Begriff Whistleblowing beschreibt den Vorgang, wenn eine Information an die Öffentlichkeit gelangt, die bisher unter Verschluss gehalten wurde. Somit ist ein Whistleblower eine Person, die wichtige interne Informationen preisgibt, die der Allgemeinheit sonst nicht zur Verfügung stünden. Im Englischen wird auch häufig der Begriff „leak“ oder „leaking“ benutzt, wenn eine vertrauliche Information an die Öffentlichkeit gelangt. Da das „leaken“ von Informationen für Whistleblower nicht ganz ungefährlich ist, bleiben viele von ihnen lieber anonym. Dennoch gibt es einige bekannte Ausnahmefälle, in denen die

Whistleblower trotz möglicher Konsequenzen, wie Repressalien am Arbeitsplatz bis hin zur Strafverfolgung und einem vorzeitigen Karriereende, selbst direkt an die Öffentlichkeit treten.

Das Umfeld aus dem heraus geleakt wird, kann vielfältig sein und unter anderem in diesen Bereichen stattfinden:

  • Politik
  • Behörden
  • Verwaltung
  • Wirtschaftsunternehmen
  • weitere Bereiche

Wie kann man Whistleblower auf Deutsch übersetzen?

Auch im deutschen Sprachgebrauch wird häufig der englische Begriff „Whistleblower“ verwendet. Als deutsche Übersetzung hat sich der Begriff „Hinweisgeber“ durchgesetzt, der synonym verwendet wird.

Welchen Vorteil bietet Whistleblowing?

Da Hinweisgeber Missstände aufdecken und über Fehlverhalten berichten, ist der Begriff Whistleblowing für viele Menschen positiv besetzt. Im Sinne der Demokratie stellen Whistleblower geheime Informationen der Allgemeinheit zur Verfügung, was in der Regel sehr gut aufgenommen wird. Dank des mutigen Einsatzes der Hinweisgeber ist die Öffentlichkeit über Missstände, Datenmissbrauch oder ähnlichen Aktivitäten, die vertuscht werden sollen, aufgeklärt.

Wozu dient eine Hinweisgeber-Plattform?

Hinweisgeber nutzen für die Meldung von Missständen üblicherweise eine Hinweisgeber-Plattform. Diese ist entweder als Teil des Compliance-Managements direkt in die Organisation integriert oder öffentlich einsehbar und beispielsweise staatlich, medial oder durch Bürgerrechtsbewegungen initiiert.

Was sind typische Fälle, in denen Whistleblower zur Aufklärung beitragen?

  • Korruption/Compliance-Verstöße
  • Insiderhandel
  • Datenmissbrauch
  • Menschenrechtsverletzungen
  • Diskriminierungen am Arbeitsplatz

Berühmte Beispiele von „Whistleblowing“

Der Begriff „Whistleblower“ wurde besonders durch einige wenige Fälle in den letzten Jahren in das öffentliche Bewusstsein gerückt:

Edward Snowden

Die Enthüllungen von Edward Snowden über die globalen Überwachungs- und Spionagepraktiken des US-Geheimdienstes NSA machten im Jahr 2013 weltweit Schlagzeilen. Da in den USA seitdem ein Haftbefehl wegen Spionage gegen ihn vorliegt, lebt Snowden bis heute im Exil in Moskau, ohne Aussicht auf eine Rückkehr in seine Heimat.

Julian Assange

Der investigative Journalist und Politaktivist ist zwar selbst kein klassischer Whistleblower, bietet Hinweisgebern auf seiner Enthüllungsplattform WikiLeaks jedoch die Möglichkeit sensible Informationen der Öffentlichkeit preiszugeben. Seit 2019 ist Assange im britischen Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh inhaftiert. Bis heute wird über den Auslieferungsantrag der USA verhandelt, wo Assange wegen der Übermittlung von Informationen, die die nationale Sicherheit betreffen, verurteilt werden könnte.

Chelsea Manning

Im Jahr 2010 gab Chelsea Manning geheime Militär-Informationen weiter, die auf der WikiLeaks-Plattform von Julian Assange veröffentlicht wurden. Dafür wurde sie wegen Geheimnisverrats und unerlaubten Übertragens geheimer Informationen zu 35 Jahren Haft verurteilt, von der sie nach sieben Jahren von Ex-Präsident Obama begnadigt wurde. Seitdem saß sie noch zwei Mal in Beugehaft, da sie sich bis heute weigert im Prozess gegen die Enthüllungsplattform WikiLeaks auszusagen. 2011 erhielt Manning den in Deutschland vergebenen internationalen Whistleblower Preis.

Weitere berühmte Fälle:

Die Watergate Affäre

Die Berichterstattung der US-amerikanischen Washington Post und ihrer beiden Reporter Bob Woodward und Carl Bernstein über einen Abhörskandal, gestützt auf Informationen des stellvertretenden Direktor des FBI Mark Felt unter dem Pseudonym „Deep Throat“, führte letztlich zum Sturz der Nixon-Regierung.

 Günther Wallraff

Der Enthüllungsjournalist arbeitete Ende der 70er Jahre undercover bei der Bild-Zeitung und veröffentliche daraufhin in seinem Bestseller „Der Aufmacher. Der Mann, der bei „Bild“ Hans Esser war“ die journalistischen Vorgehensweisen der Zeitung. Daraufhin wurde er vom Axel-Springer-Verlag mehrfach verklagt. Ab 1983 arbeitete Wallraff zwei Jahre lang als türkischer Gastarbeiter bei verschiedenen Unternehmen und machte seine Erlebnisse in dem Buch „Ganz unten“ publik. Er klagt darin unter anderem den Umgang mit Gastarbeitern und die Verletzung von Arbeitsschutzrichtlinien an.

Wer schützt mich, wenn ich Missstände an die Öffentlichkeit bringen möchte?

Bisher gibt es in Deutschland vergleichsweise wenig Schutz für Hinweisgeber. Als Konsequenz für „Whistleblowing“ muss ein Mitarbeiter mit Repressalien bis hin zur fristlosen Kündigung rechnen. Die deutsche Gesetzgebung sieht für einzelne Branchen wie für Banken und Finanzinstitute die Verpflichtung zum Aufbau eines Anti-Compliance Systems vor.

Dank der neuen EU-Whistleblowing-Richtlinie müssen die gesetzlichen Regelungen in Deutschland bis Ende 2021 angepasst werden. Eine Lösung stellt die Einführung eines Whistleblower-Systems dar, das die geschützte anonyme Meldung von Missständen ermöglicht und so einen sicheren Dialog zwischen Informanten und öffentlichen Plattformen bietet.

Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten oder einem Jahresumsatz von 10 Mio. € sowie Gemeinden ab 10.000 Einwohnern werden in der EU zukünftig dazu verpflichtet ein solches internes Hinweisgebersystem bereitzustellen.

Was sind die Vorteile eines internen Hinweisgebersystems?

Whistleblower enthüllen durch ihre Hinweise Fälle von Korruption und Missständen und führen zu deren Aufklärung. Hindert man Hinweisgeber daran, ihrem Gewissen zu folgen und erkannte Missstände anzuprangern, kann das schwerwiegende Folgen für die Organisation haben, in der sie tätig sind. Ein Hinweisgebersystem kann also zu den effektivsten Instrumenten für die Prävention werden, indem es die Risiken für den Hinweisgeber minimiert und so dessen Hemmschwelle einen Missstand zu melden herabsetzt. Ein funktionierendes internes System hat zudem den Vorteil, dass man auch zuerst intern reagieren kann. So können Probleme angegangen werden, bevor sie an die Öffentlichkeit gelangen.

Was ist das Hinweisgeberportal?

Das Hinweisgeberportal ist ein digitales System zur Meldung und Bearbeitung von Hinweisen. Im Zuge des Hinweisgeber-Dienstes stellen wir Ihnen zudem weitere rechtskonforme interne Meldekanäle zur Verfügung:

  • Telefon
  • digitales System
  • E-Mail, Post
  • persönlich

Wir nehmen Meldungen bedarfsgerecht entgegen und bündeln diese wiederum in dem durch uns für Sie bereitgestellten digitalen Hinweisgeberportal.

Die Vorteile des Hinweisgeberportals auf einen Blick

Mit dem Hinweisgeberportal als Meldekanal für Whistleblower profitieren Sie von diesen Vorteilen:

  • Volle Kontrolle über eingehende Hinweise
  • Vermeidung von öffentlichen Bekanntmachungen von Missständen
  • Schutz vor möglichen Strafzahlungen und Reputationsverlust
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